Participatory Mapping

by Jeannine Wintzer

Im Kontext der Kritischen Kartographie wird kritisiert, dass Karten überwiegend von KartographInnen, die als ExpertInnen wahrgenommen, erstellt werden und die Personen, über deren Regionen, Orte, Plätze usw. Karten erstellt werden, keinen Einfluss auf die Kartengestaltung haben. In die Kartenherstellung fließt somit auch nur das Wissen ein, das institutionell vorhanden (z.B. in Behörden) und mittels der klassischen Abbildungsstrategien der Kartographie abgebildet werden kann.

Die Methode des partizipativen Kartenherstellungsprozesses zielt auf die Einbindung lokaler Akteure in den Herstellungsprozess der Karte, lässt Akteure und derer Wahrnehmungen der Umgebung zu Wort und letztendlich zu Bild kommen und zielt damit auf die Darstellung „anderen“ (immateriellen, nicht institutionalisierten) Wissens.

 

  • Gangarova T & H. von Unger (2020): Community Mapping als Methode: Erfahrungen aus der partizipativen Zusammenarbeit mit Migrant*innen. In: Hartung, S., P. Wihofszky & M. T. Wright (Hrsg): Partizipative Forschung. Ein Forschungsansatz für Gesundheit und seine Methoden. Springer VS, Wiesbaden, 143–177.
  • Sletto, B. (2015): Inclusions, erasures and emergences in an indigenous landscape: Participatory cartographies and the makings of affective place in the Sierra de Perijá, Venezuela. In: Environment and Planning D: Society and Space 33, 5, 925–944.
  • Saija, L. & G. Pappalardo (2018): An Argument for action research-inspired participatory mapping. In: Journal of Planning Education and Research 1–11.
  • Xiaolu Z., D. Li & L. Larsen (2015): Using Web-Based Participatory Mapping to Investigate Children’s Perceptions and the Spatial Distribution of Outdoor Play Places. In: Environment and Behavior 48, 7, 859–884.